Das wäre ein derber Schock
Weniger Schutz für Gil Ofarim?

Solmecke betont, dass Gil Ofarim die Lüge selbst vor Gericht eingeräumt habe. Genau das könne seine rechtliche Position schwächen. „Da Ofarim die Lüge vor Gericht gestanden hat, fehlt ihm hier ein Stück weit die Schutzwürdigkeit, um sich gegen diese umgangssprachliche Zuspitzung zu wehren.“
Das bedeutet jedoch nicht, dass Ariel automatisch auf der sicheren Seite ist. Entscheidend sei stets die Gesamtabwägung – Wortwahl, Kontext und Situation müssten gemeinsam betrachtet werden.
Bis zu 50.000 Euro – oder gar nichts?

Ganz risikofrei ist die Sache für Ariel also nicht. „Das Kostenrisiko bleibt für Ariel dennoch bestehen, da der Ausgang eines solchen Verfahrens aufgrund der genannten Abwägung offen ist“, warnt Solmecke. Im schlimmsten Fall könne eine Strafe zwischen 20.000 und 50.000 Euro drohen.
„Es kommt sehr darauf an, ob der Richter den Wortlaut oder den Kontext stärker gewichtet“, stellt der Medienanwalt klar.
Ob Gil Ofarim tatsächlich juristisch gegen die Aussagen vorgehen will, ist bislang unklar. Sicher ist nur: Sollte er klagen und verlieren, müsste er selbst die Gerichtskosten tragen.
Damit zeigt sich einmal mehr: Der Dschungelcamp-Streit ist längst nicht nur ein emotionales TV-Thema – sondern bewegt sich gefährlich nah an einer juristischen Grenze