EN 228 & EN 590 – Europas eiserne Spritgesetze

Benzin muss in Deutschland die Norm EN 228, Diesel die EN 590 erfüllen. Das umfasst Startfähigkeit bei Kälte, Schwefelgrenzen und Oxidationsbeständigkeit. Behörden entnehmen Proben, Verstöße kosten sechsstellige Summen – kein Betreiber kann sich das leisten.
Selbst freie Zapfsäulen werden digital überwacht: Jede Charge ist rückverfolgbar bis zum Raffineriehafen. Die Chemie stimmt also – aber warum schwören einige Vielfahrer trotzdem auf Markenware?
Hier kommen die geheimnisvollen „Additive“ ins Spiel
Additive – Marketing oder Mehrwert?

Markenkonzerne kippen exklusive Reiniger, Reibungsminderer oder Anti-Schaum-Mittel in ihren Kraftstoff. Freie Tankstellen nutzen dagegen das Standard-Paket aus der Raffinerie – mehr verlangt der Gesetzgeber nicht.
Praxischecks des ADAC zeigen: Leistungs- und Verbrauchsunterschiede liegen innerhalb der Messtoleranz. Nur bei extremen Laufleistungen könnte Premiumsprit Vorteile bieten.
Während sich die Marken also um Zusatzstoffe streiten, erobert gerade ein völlig anderer Kraftstoff die Zapfpistolen …