Weiße Wand über Nacht

Als der erste Morgen graute, wirkte die Landschaft wie ausradiert: Autos verschwanden unter weichen Hügeln, Gartenzäune glichen schlichten Linien im Schnee und selbst die vertrauten Straßenmarkierungen waren nicht mehr zu erkennen. An den Fenstern blieb manch erstaunter Blick länger haften als sonst, denn wo gestern noch Asphalt glänzte, wogte heute eine nahezu makellose weiße Decke.
Meteorologen sprechen von einem „High-Impact-Event“, das sich in der Nacht zum Dienstag unbemerkt aufgebaut hat. In kurzer Zeit fielen so viele Flocken, dass selbst erfahrene Wetterbeobachter ihre Messinstrumente räumen mussten, um weiterarbeiten zu können. Doch das war erst der Anfang – weiter geht es mit den stillen Folgen dieser Nacht.
Stille Straßen, gespenstische Ruhe

Im Morgengrauen herrschte auf den Ausfallstraßen gähnende Leere. Nur das gedämpfte Knirschen einzelner Fußstapfen war zu hören, während sich vereinzelt Pendler durch hüfthohen Schnee tasteten. Der sonst kräftige Berufsverkehr blieb nahezu aus, denn schon lange vor Sonnenaufgang hatten mehrere regionale Verkehrsverbünde ihre Linien eingestellt.
Währenddessen kamen Winterdienste trotz Dauereinsatz kaum hinterher. Die Schneeschilde waren kaum über den Asphalt gefegt, da wehte eine neue Flockenschicht heran und hüllte alles erneut in Weiß. Während die Räumdienste an ihre Grenzen stoßen, nehmen digitale Warnsysteme eine entscheidende Rolle ein.
Verpassen Sie nicht die Fortsetzung auf der nächsten Seite