CDU, FDP & Co.: „Eine Zwangsabgabe zu viel“

Schleswig-Holsteins CDU-Verkehrsexperte Rasmus Vöge wetterte bereits: Wer nie fahre, solle nicht zahlen müssen – sonst könne man auch Theaterkarten kollektiv abrechnen. Die FDP spricht von einem Schlag ins Gesicht der Steuerzahler und fordert erst bessere Taktungen, mehr Sicherheit und saubere Bahnhöfe.
Auch Taxi- und Autofahrer-Lobbys warnen vor wachsender Abgabenlast. Waldeck entgegnet, ohne verlässliche Mittel bleibe jede Ausbau-Planung Makulatur.
Köln, Wien und Baden-Württemberg lassen grüßen

In Köln diskutiert der Stadtrat seit Tagen eine Nahverkehrsabgabe von bis zu 19 Euro, unterstützt von Grünen, SPD und Linken. Wien fährt seit Jahren gut mit seinem 365-Euro-Ticket, finanziert durch Arbeitgeber-Umlagen. In Baden-Württemberg dürfen Kommunen schon heute eine ÖPNV-Abgabe erheben – ein Grund, warum Waldeck Rückenwind spürt.
Die Modelle zeigen: Was gestern undenkbar schien, kann morgen Realität sein, wenn politische Mehrheiten stimmen. Doch zwischen Pilotprojekt und Landesgesetz liegt ein weiter Weg.